Vergleich zwischen Ionentauscher 
und physikalischer Wasseraufbereitung


Auf Grund häufiger Fragen unserer Kunden zu den verschiedenen grundsätzlichen Methoden der Wasseraufbereitung hier in Kurzform die wichtigsten Unterscheidungen:
 

1.  Physikalische Wasseraufbereitung

Trotz vielfach verbreiteter Meinung kann die Wasseraufbereitung nach dem Prinzip der "Beeinflussung von Wasser durch elektromagnetische Felder" keinesfalls das Wasser enthärten.

Besondere Vorsicht ist bei Firmen geboten, die sich trotz besseren Wissens, nicht scheuen, von physikalischer Wasserenthärtung zu sprechen.
Auch eine Veränderung hinsichtlich der kristallinen Struktur, wie bei den Werbeaussagen behauptet wird, konnte durch die vielen Untersuchungen (u. a. der Stiftung Warentest, der techn. Uni Karlsruhe oder der Firma BASF) bisher nicht eindeutig bestätigt werden. Die Wirksamkeit vieler angebotener Geräte ist nicht messbar oder liegt in einem Bereich der als vernachlässigbar bezeichnet werden kann.

Wirkung:
Durch den Einbau von Natur- oder Elektromagneten in das Leitungsnetz, soll eine gerätespezifische Frequenz und damit ein elektrisches Feld erzeugt werden, das die Bildung von Kristallkeimen verursacht, so dass sich - nach Aussagen der Hersteller - das Aragonit zu der beständigeren Form Kalzit umwandelt, oder auch umgekehrt, wie in verschiedenen Prospekten behauptet wird.

Vorteile:
Die Geräte sind nahezu wartungsfrei, und verursachen außer dem Stromverbrauch kaum Betriebskosten. Da die Wasserqualität vor dem Gerät, wie danach absolut identisch ist, kann man diese Anlagen als uneingeschränkt umweltfreundlich bezeichnen.

Nachteile:
Der angesichts des meist niedrigen Kostenaufwandes durch minderwertige Bauteile, der zu hohe Gerätepreis und fehlende Zertifizierung (geprüft nach W 512 ist keine Zertifizierung!) des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfachs (DVGW), ist eine versprochene Wirkung nicht nachweisbar. Alle neuen Geräte mit einem DVGW Zertifikat, arbeiten nicht ausschließlich nach dem Prinzip der Magnetstrahlung, sondern hier wird durch chemische Zusätze oder kleine Ionentauscher "nachgeholfen", um eine messbare Wirkung zu erzielen. Der Aufwand für den periodischen Tausch dieser, meist bakteriologisch bedenklichen Patronen, steht in keinem Verhältnis zur gewünschten Wirkung. Fast alle Haushaltsgeräte, die im Hochtemperaturbereich arbeiten, zeigen nach der physikalischen Aufbereitung harte Kalkinkrustationen und müssen nach wie vor entkalkt werden. Da bei diesem Verfahren die Wasserzusammensetzung hinsichtlich des Kalkes, ob nun als Aragonit oder Kalzit, vor dem Gerät wie danach gleich bleibt, ist in der Regel auch immer mit den gleichen Mengen an Kalkabscheidungen zu rechnen. Die von den Herstellern versprochene Verbesserung des Korrosionsverhaltens, besteht aus Wunschdenken und kann selbst nach langem Einsatz der Geräte in der Praxis durch unsere Kontrollmessungen (und eigenen Erfahrungen) nicht bestätigt werden.

Das Landgericht Frankfurt stellt unter dem Az. 2/6 0 456/90 fest, dass; bei Meidung eines Ordnungsgeldes von bis zu 500.000,-- einigen bedeutenden Herstellerfirmen untersagt wurde, im geschäftlichen Verkehr zu Wettbewerbszwecken in Werbeanzeigen oder sonstigen öffentlichen Mitteilungen für physikalische Wasserbehandlungsgeräte mit der Angabe "die Lösung gegen Kalk und Rost"; und/oder "wir lösen Ihr Kalkproblem"; oder z. B. "physikalischer Kalkschutz, stoppt Kalkablagerungen oder verhindert Ablagerungen" oder hält "das Rohrnetz frei"; u. ä.. zu werben.
Viele der mittlerweile über 120 Herstellerfirmen in Deutschland haben mit der eigentlichen Wasseraufbereitung nichts am Hut - das Schlagwort "ohne Salz und Chemie" reicht bei unbedarften Kunden häufig zum Kaufanreiz aus.

Die neue Generation der physikalischen Geräte mit einer modifizierten Technik, wurde durch den DVGW (Deutschen Verein des Gas- und Wasserfachs) nach dem Arbeitsblatt W 512 überprüft. Der DVGW erteilt den nach W 512 geprüften physikalischen Geräten kein Prüfsiegel oder gar Zertifikat, sondern der Hersteller erhält nur einen Prüfbericht mit den gemessenen Werten. Dies erweckt bei Kunden unberechtigterweise den Eindruck, als wäre das Gerät DVGW zertifiziert und/oder mit einem Prüfsiegel bedacht - also auch auf seine Wirksamkeit hin geprüft.
 

  Die Stiftung Warentest dagegen, hat in Ihrem Januarheft 2000 erneut eine
  unabhängige Prüfung dieser neuen Gerätegeneration veröffentlicht, wobei die
  Hersteller seltsamerweise schon im Vorfeld diese zu verhindern versuchten.
  Von 12 getesteten Geräten wurden 10 als mangelhaft und damit wirkungslos
  und nur 2 als befriedigend beurteilt.

  Der Test Kommentar - Zitat - Stiftung Warentest "In der Werbung als Kalkkiller
  angetreten, im Test als Blindgänger enttarnt"
spricht klare Worte.
 

2.  Wasserenthärtung auf natürlicher lonentauschbasis
    
(klassische Methode)

Die natürliche Methode des Ionentausches und der Reduzierung der Wasserhärte ist bereits seit ca. 100 Jahren bekannt und die Wirkung ist fühl- und messbar. Die Methode ist gesundheitlich unschädlich und kann selbst bei natriumarmer Diät eingesetzt werden. Das Wasser hinter dem Gerät entspricht der Trinkwasserverordnung.

Wirkung:
Das zu enthärtende Wasser wird über ein Kunststoffharz geleitet, wobei es den im Wasser gelösten Kalk komplett abgibt, aber sonst die Wasserqualität weitestgehend unbeeinflusst lässt. Später wird dieses Wasser dann auf eine Gebrauchswasser-härte von 5-9°dH verschnitten. Nach der Sättigung des Austauscher-Harzes durch das aufgenommene Calcium wird dieses durch verdünnte Kochsalzlösung regeneriert und gereinigt. Diese Kochsalzlösung kommt in keinem Fall mit dem Trinkwasser in Verbindung.

Betriebskosten:
Die Betriebskosten sind abhängig von der Ausgangswasserhärte, dem Typ der Anlage und dem Wasserverbrauch  (in der Regel ca. 2-4,-- Euro /Monat pro Haushalt). Betriebsmittel sind Wasser und spezielles Regeneriersalz (ähnlich wie bei der Spülmaschine).

Vorteile:
Durch die echte Wasserenthärtung bleibt nicht nur das gesamte Rohrleitungsnetz, sondern es bleiben auch alle Geräte, selbst solche, die im Hochtemperaturbereich arbeiten, zuverlässig vor Kalkablagerungen geschützt. Durch das Vermeiden der Bildung von Kalkseifen und dem Verwenden von harten Reinigungsmitteln, trägt die Anlage unmittelbar zum allgemeinen Umweltschutz bei. Bei der Einsparung von Wasch- und Putzmittel sowie dem Wegfall von Reinigungsarbeiten heben sich die Betriebskosten nicht nur weitgehend auf, sondern es tritt sogar ein deutlicher Spareffekt auf. Die Geräte besitzen alle das Prüfsiegel des Vereins für Gas und Wasser (DVGW) Bereits vorhandene Kalkablagerungen werden wieder abgebaut.

Nachteile:
Das Einbringen von, wenn auch vernachlässigbaren geringen Mengen an Salzrückständen in das Abwasser (ungefähr so viel wie beim Kochen von Salzkartoffeln anfällt !).  Wasserverbrauch während der Reinigung anlagenabhängig von ca.20-90 It./Woche.

Inhalte erstellt von Jens-Peter Kleinhenz
(Medien Service Schnappauf vertreibt keine Ionentauscher)

Umkehrosmose

Wer Wasserenthärtung durch Umkehrosmose-Geräte betreibt, braucht für sein Trinkwasser natürlich keine Wasserenthärtung durch Ionenaustausch oder ähnliches. Das Umkehrosmose-Wasser ist vollkommen kalk- und salzfrei und daher ideal zum genussvollen und bekömmlichen Trinken.

Wozu werden dann noch Wasserenthärtungsanlagen gebraucht?

Umkehrosmose-Geräte erzeugen reines Trinkwasser. Das sind etwa 3 Liter Wasser pro Person und Tag (inkl. Kochwasser für Suppen und Speisen, Kaffe und Tee, plus reines Wasser zum Salat- und Gemüsewaschen etc. s. Verwendung von UO-Wasser).

Für das gesamte übrige im Haushalt gebrauchte Wasser ist eine derart ultrafeine Reinigung unnötig (und aus Wasserspargründen unangebracht - da die winzigen Poren der Umkehrosmose-Membran ja alle größeren Atome herausfiltern, muss die Membran während des Betriebs gespült werden, um nicht zu verstopfen).

Wasser zum Händewaschen, Duschen, Baden, Geschirrspülen, Wäsche waschen, Putzen, Blumengießen und für die Toilettenspülung etc. macht ca. 95 Prozent des Verbrauchs aus!
Dieses Wasser (muss zwar der "gesetzlichen Trinkwasser- Verordnung" entsprechen, aber es) braucht keine Reinheit zu haben, die vergleichbar wäre mit "reinstem - für Ihre Gesundheit absolut gefahrlosen - Trinkwasser" (wie z. B. aus einer Destillations- oder Umkehrosmoseanlage).

(und die hat Leitungswasser ja i. d. R. auch nicht! Darin könnten Spuren von Milliarden von chemischen, pharmazeutischen, biologischen Stoffen und Substanzen - Spritz- und Düngemittel, Schwermetalle, Arzneimittel, Hormone, Anabolika, radioaktive Stoffe, Teer, Asbest, tote Bakterien und Viren etc. - enthalten sein, ohne dass dieses Wasser gegen die Trinkwasserverordnung verstoßen würde.)
Leitungswasser wird meist nur auf  wenige wichtige Schadstoffe (wie z. B. Nitrat) untersucht (von Wasserwerk zu Wasserwerk unterschiedlich viele), es sei denn,
ein bestimmter Verdacht auf eine außergewöhnliche Verschmutzung wäre gegeben (wie bei einer durch Gewalt beschädigten Rohrleitung.) Aufwand und Kosten für die Gemeinden lassen gar nichts anderes zu.
(Und das ist ökonomisch auch sinnvoll. Für reinstes Trink-, Kaffee- und Teewasser kann jeder leicht selbst sorgen - ohne in den Getränkemarkt fahren zu müssen.)

Wenn Ihr Wasser vom Wasserwerk sehr kalkhaltig ist, dann lagern sich die Wasserleitungen (hauptsächlich die Warmwasserleitungen) in ihrem Haus sowie die Waschmaschine und Geschirrspülmaschine mit Kalk zu. Dies soll und kann eine Wasserenthärtungsanlage verhindern. Fazit:

Ionentauscher schützen Ihre Wasserleitungen im Haus 
und Ihre Wasser verbrauchenden
Maschinen.

Umkehrosmose schützt
Sie
vor potenziell gefährlichen Stoffen im Leitungswasser,
und damit Ihr Wohlergehen und
Wohlbefinden!
Und es schmeckt deutlich besser als entkalktes Wasser!

Foto RAS

Links zu wichtigen Informationen:

Reines, sauberes Wasser selbst preiswert aufbereiten

Ihre Vorteile von Umkehrosmose
Verwendungsmöglichkeiten von Umkehrosmosewasser
Welche Fremdstoffe  können aus Ihrem Wasserhahn kommen?
Was kostet Sie der Liter reinstes  Umkehrosmose-Trinkwasser?
Ist Umkehrosmosewasser für den Menschen genießbar?

Wie funktioniert Umkehrosmose?

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